Reisebericht vom 07.04.2001
Schiffsausflug
Heute wollen wir vom Segelschiff auf das "Wüstenschiff", den Dromedar, umsteigen und fahren früh 08.00 h Richtung Süden mit der Louage für ca. 25 DM über Sfax, Gabes ca. 400 km nach Douz und damit an den Rand der Sahara und den schon von Karl May in dem Buch "Durch die Wüste" beschriebenen Schott el Djerid, einen riesigen Salzsee bzw. Salzsumpf .
Die Landschaft geht langsam von endlosen Olivenplantagen in die Steppen- und Wüstenvegetation über. Sabine Krebs sagt, das sieht hier aus wie in Arizona.
Wir hoffen, ohne Anmeldung und Vorbestellung, noch mindestens 5 Dromedare samt Führer zu finden. Alles klappt und vom 12 km entfernten Dorf Zaafrane geht es für umgerechnet 50 DM mit Mohammed eine Nacht in die Sahara. Unser 19- jähriger Führer geht diese zwei Stunden zu Fuß und da seine Familie nur drei Dromedare (in Tunesien gibt es keine richtigen Kamele) besitzt, hat er sich noch zwei vom befreundeten Nachbarn ausgeliehen.
Wir erleben einen phantastischen Sonnenuntergang und da für die Sahara keine extra Drehgenehmigung einzuholen war, gibt’s es tolle Kamarasequenzen. (Das neue Wort vom Fernsehen !) Am Ziel sind wir alle froh, von dem harten Rücken der "Wüstenschiffe" runterzukommen. Offensichtlich sind wir für längere Wüstenritte zu sehr "unterernährt".
Da noch keine Saison ist, sind wir im Wüstencamp fast alleine. Abends ist Tamatensuppe und Couscous mit Hühnchenbein im Preis inbegriffen. Für uns Touristen gibt es auch Bier und Wein, obwohl die islamische Religion Alkohol den Gläubigen untersagt. Die Trommeln werden herausgeholt und es erklingen bei traumhaftem Vollmond die alten Berbergesänge. Der Mond ist so hell, dass ganz deutliche Schatten zu sehen sind.
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Reiseroute
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