Reisebericht vom 29.01.2002
Trinidad
09- 00 h after lunch sollen wir ausgekrant werden. Vorher fahren wir noch an die Tankstelle und füllen unsere 70 l Diesel auf, die wir seit über 2 Monaten verbraucht haben. Oh, ist hier der Diesel billig 0,47 DM/l. Eigentlich müssten wir Diesel anstelle von Bier trinken, wenn es nicht so unbekömmlich wäre.
14- 00 h Unser Schiff hängt in den Gurten, das ist immer wieder eine spannende Angelegenheit. Die Arbeiter stellen das Boot auf Stützen und dann wird es mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt und vom Bewuchs befreit.
Den Antifoulinganstrich machen wir selber, schließlich brauchen wir unser Geld noch für die Weltumsegelung. Es gibt hier mehrere Bootsausstatter und es sind praktisch alle Ersatzteile erhältlich.
Wir lernen hier auch unseren dänischen Nachbarn von der "BLAATUNGE" (Blauzunge) kennen. Torben ist pensionierter Professor für Seerecht aus Aarhus und segelt einhand (allein) fast die gleiche Strecke wie wir. Von Torben leihen wir uns die Seekarten zum Kopieren für den Panamakanal über die Südsee bis nach Australien. Er ist hier im Pazifik schon vor über 20 Jahren als Skipper auf einem Greenpeace- Schiff unterwegs gewesen, um gegen die französischen Atomtests auf dem Mururoa- Atoll zu demonstrieren. Glücklicherweise spricht er besser deutsch als wir dänisch.
Torben wurde in einem Treff von Seglern aus Dänemark und Skandinavien gewarnt, an der venezuelanischen Küste entlang zu segeln. Die Gefahr eines Piratenüberfalles ist ihm zu groß und er macht einen großen Bogen um Venezuela und Kolumbien.
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