Reisebericht vom 16.01.2003 

Galle Harbour, Sri Lanka 

Als erstes melden wir uns über VHF 16 bei Galle Port Control an. Der Hafen ist voll. Wir müssen draußen nördlich vor der Hafeneinfahrt ankern und auf die Navy warten.

10-  00 h Wir haben Glück : der Navy Offizier will nur kurz unsere Pässe sehen. Weil wir ihm 3 Sprite für seine Besatzung mitgaben, ist er uns wohlgesinnt und weist uns einen freien Platz im Hafen zu. Da zögern wir nicht lange und holen den „Haken“ wieder hoch. Wir erhalten tatkräftige Hilfe von zahlreichen anderen Seglern, denn das Festmachen hier ist eine komplizierte Sache mit Buganker und Festmacher zur zentralen Boje sowie Heckleinen zum Ponton. Ohne Hilfe kommen wir hier auch nicht wieder raus.

Viele Schiffe, die wir schon in Phuket und vorher in Langkawi trafen, liegen hier.

Wir bekommen Trouble mit einem französischen Schiff, das schon seit 3 Tagen draußen auf Reede liegt und auf einen Hafenplatz warten. Woher sollten wir das wissen? Und nach dem anstrengenden einstündigen Festmachemanöver sind wir auch wirklich nicht bereit, den Platz zu räumen.

Zu guter Letzt kriegen alle Schiffe, die noch draußen warten, einen Platz.

Anschließend geht es zu Don Windsor, dem Agenten, ohne den nichts läuft. Dort werden uns 170 $ abgenommen:

120 $ für die Offiziellen
50 $ für den Agenten.
Es ist schon verwunderlich, dass die Behörden hier nicht ihre eigene Währung akzeptieren. Mit einem Laufjungen vom Agenten klappern wir Immigration, Customs und Hafenkapitän ab (das alles hätten wir wirklich alleine machen können).

Der Zoll meldet sich für 14.30 Uhr an und wir plaudern vor der Kamera. Anschließend bestaunen die zwei unsere wahrheitsgemäßen Angaben und wollen glatt 2!!! Stangen Zigaretten und eine große Flasche Schnaps und Bier (Beutel wurden mitgebracht). Für unseren Eigenbedarf sind uns hier eine viertel Flasche Schnaps, 1 Fl. Wein, 2 Fl. Bier pro Tag und 25 Zigaretten pro Tag erlaubt. Alles andere kommt in einen Schrank und wird versiegelt. Eigentlich wollte ich diesen korrupten Beamten nichts geben, aber sie haben so nett bei den Filmaufnahmen mitgemacht, so hat jeder dann 2 Schachteln Zigaretten und 3 Bier bekommen. Mit langen Gesichtern und einem leicht verkrampften Lächeln ging es dann mit dem Dingi zurück an Land.

Abends geht es endlich an Land. Wir fahren mit dem Tuk-  Tuk in die „Stadt“ und sehen uns das alte Fort an. Heute ist Sabine zum Essen eingeladen, nach so langer Zeit auf See.

Wir treffen Gabi und Miles mit ihrer 4 Jahre alten Hannah von der „THOR“ und verabreden uns für morgen zu einem 2 Tagestrip nach Kandy in die Berge.

35 US$ pro Tag inklusive Fahrer und Guide halbiert mit „THOR“ hält sich das in Grenzen. Wir besuchen eine Schildkrötenfarm, Elefanten, Tempel und Teeplantage einschließlich Fabrik.

Sri Lanka gefällt uns auf den ersten Blick. An die allgegenwärtige Armut haben wir uns inzwischen gewöhnt. Nur dass man über alles handeln muss, fällt mir sehr schwer. Ich bin eben Deutscher und habe es gern mit reellen Preisen zu tun.

Das Klima ist hier viel angenehmer als in Thailand. Es kühlt sich nachts ab (wir brauchen sogar eine dünne Decke) und wird mittags nur noch 31 Grad.


 


Reiseroute

 


Reisebericht - Sri Lanka

 
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