Reisebericht vom 08.02.2003
Salalah, Sultanat Oman
Die Gastlandflagge und die gelbe Einklarierungsflagge werden gehisst. Über Kanal 12 melden wir uns 6 sm vor der Hafeneinfahrt an. Vor uns läuft ein ganz modernes großes Kriegsschiff ein. Der hellerleuchtete Containerpier mit den vielen Kränen ist schon von weitem zu sehen. In der geschützten Südwestecke des Hafens lassen wir den Anker fallen. Wir sind gespannt, was uns in diesem arabischen Sultanat so erwartet. Vielleicht sehen wir auch einige Sultaninen. Auf alle Fälle wollen wir auch mal in das Landesinnere.
Als erstes warten wir aber auf die Offiziellen, die an Bord kommen. Vorher dürfen wir nicht von Bord und niemand darf uns besuchen. 17 Yachten sind hier vor Anker. Daneben liegen die großen Holzboote mit omanischer oder indischer Flagge, die per Hand mit Säcken beladen werden. Gegenüber sind die Riesenkräne mit Containern Tag und Nacht am Be- und Entladen. Wir müssen volle 19 Stunden auf die Beamten warten. Sie kommen ganz freundlich an und heißen uns in Oman herzlich willkommen. Die einzigen beiden Formulare füllen die Zoll- und Immigrationsbeamten selbst aus und alles ist nach 12 Minuten erledigt. Keinerlei Kontrollen, keine Bettelei!!
Nach ca. 31.000 sm sind es jetzt nur noch 3.000 sm bis nach Portoroz, unserem Zielhafen in Slovenien. Dieses letzte Stück mit erhöhtem Risiko im Golf von Aden und viel Wind auf die Nase im Roten Meer werden wir auch noch schaffen. Die ersten Segler sind schon in Djibouti angekommen – von Piraten unbehelligt!
Im Oman sammeln sich die Segler für den gemeinsamen Trip, als vermutlich beste Möglichkeit, den Piraten zu trotzen. Da im Moment hier viel militärische Präsenz ist, können wir etwas beruhigter dieses letzte Stück angehen. Ein großes britisches Kriegsschiff liegt auch hier im Hafen.
Das Rote Meer soll dann noch einmal etwas ganz besonderes sein. Und am Ende wartet sogar noch Ägypten auf uns. Ende April wollen wir dann den Suez Kanal passieren, um am 4. oder 5. Mai in Sitea auf Kreta festzumachen. Dort werden wir erst einmal mit einem Ouzo auf unsere Weltumsegelung anstoßen, denn dort kreuzen wir mit der „SUMMERTIME“ unsere Kurslinie. Da haben wir den €uro und fühlen uns sicher schon wie zu Hause.
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Reiseroute
Reisebericht - Oman
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