Reisebericht vom 08.06.2002
Bora-Bora, Franz. Gesellschaftsinseln
Innerhalb der Lagune fahren wir zum Westpass Rateanui, um erheblich Richtung Bora- Bora abzukürzen. Dabei hilft uns unheimlich die moderne Technik, bei der unser Laptop mit dem GPS mittels NMEA- Schnittstelle verbunden ist und uns absolut exakt unseren Standort anzeigt. Als zusätzliche Navigationshilfe ist das alles ok., aber wehe dem, der sich allein auf elektronische Karten verlässt. Das kann leicht ins Auge gehen und dann steht man als gestrandet in der „Bildzeitung“, übrigens die einzige deutsche Zeitung in Papeete.
Ein frischer NE bringt uns gut nach Bora- Bora voran. Vor dem Yachtclub machen wir an einer Boje fest. Im vergangenen Jahr noch gratis und jetzt, nachdem Peter aus Österreich den Club als Manager übernommen hat, 1.000 PFr oder 10 US$ pro Nacht. Bei soviel „Gastfreundschaft“ bleiben wir nur eine Nacht und auf geht es weiter Richtung Westen. Schade, dass man hier bei der Suche nach dem Touristengeschäft vergessen hat, sich um die Abwässer zu kümmern. Die laufen alle munter in die Lagune und sorgen so für naturtrübes Wasser.
Nun haben wir also auch noch das vielgepriesene Bora- Bora gesehen. Französisch Polynesien entsprach genau dem, was man sich so unter der Südsee vorstellt. Natürlich hat auch hier das 3.Jahrtausend Einzug gehalten, wir hatten nichts anderes erwartet. Hier läuft die Zeit zwar langsamer, aber sie bleibt schließlich nicht stehen. Zu Gerhards großem Bedauern und Sabines Erleichterung liefen keine barbusigen Schönheiten mehr herum. Es gibt sie nur noch auf Postkarten für Touristen.
Zum Glück haben zwei Supermärkte auch sonntags auf und wir erleben noch den für unsere Ohren etwas schrillen Gesang in der evangelischen Kirche von Bora- Bora. Alle sind festlich angezogen und die Frauen haben Strohhüte auf.
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