Reisebericht vom 05.09.2001
Funchal-Madeira(vor Anker)
10- 00 heißt es Leinen los und wir passieren noch mal den schönen Sandstrand von Porto Santo. Das 1.850 m hohe Madeira ist im Nebel und nicht auf 20 sm zu erkennen. Das Leuchtfeuer auf der kleinen Ilhéu de Farol im Osten von Madeira lassen wir steuerbord liegen. Vorbei am Flugplatz, der auf vielen Betonstelzen steht, und der riesengroßen Jesusstatue am Ponta de Garaju erreichen wir den überfüllten Hafen von Funchal. Da eine Segel- Regatta von den Kanarischen Inseln nach Funchal läuft, wird auch der letzte Platz für die Teilnehmer freigehalten. Wir ankern also wie ca. 20 andere Yachten auch an der Hafeneinfahrt.
Am 06.09. fahren mit der neuen Kabinenbahn in das Bergdorf Monte wandern an der Levada. Das sind künstlich angelegte kleine Kanäle, um das Wasser vom regenreichen Norden in den trockenen Süden der Insel zu leiten. Hier soll es über 2.100 km dieser Levadas geben und wir sehen sie überall.
Am Freitag sind wir mit dem öffentlichen Bus unterwegs nach Curral de Freiras. In diesen engen Serpentinen braucht man schon als Mitfahrer gute Nerven. Mit einem lauten Hupen geht es durch die nicht einsehbaren Kurven, aber der Puls wird wieder ruhiger bei dieser herrlichen grünen Gebirgslandschaft mit den steilen Tälern.
Auf der Suche nach einem Internetcafe landen wir in der öffentlichen Bibliothek und da sind im Innenhof unter Zelten 20 PC´s zur kostenlosen Benutzung aufgestellt. Ich fühle mich in den Sozialismus zurückversetzt und einige Jugendliche gehen natürlich auch so mit den PC´s um.
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