Reisebericht vom 12.04.2003
San Christobal, Galapagos Inseln
Wir stellen unsere Uhren eine Stunde vor. Hier ist Weltzeit (UTC) – 6 h. Dann geht es mit dem Dingi an den Strand, um den Ort zu erkunden. Die ersten Infos bekommen wir wie immer von den anderen Seglern. Es sind ca. 15 Yachten hier vor Anker.
Zuerst müssen wir natürlich zum Einklarieren in das Emigration- Office. Das geht ganz schnell. Es ist nur ein Miniformular (DIN A 6) , kostet 30 US $ und wir haben die Stempel in den Pässen. Die Gebühr für das Ausklarieren ist schon mitbezahlt. Dann geht es zum Hafenkapitän und dort wird schon etwas mehr gerechnet. (Gebühren für die Ankunft, das Ankern, die Leuchtfeuer, Kanalbenutzung und die Zarpe - für die Ausreise) Alles richtet sich nach der Großtonnage des Schiffes und kostet am Ende knapp 50 US$. Die Frage nach einer aufgeschlüsselten Quittung ignoriert der Beamte einfach. Jetzt nicht – übermorgen.
Das Segeln im Nationalpark der Galapagos- Inseln, es sind alle Inseln Naturschutzgebiet, verkneifen wir uns bei einem Preis von 200 US$ pro Tag und Person.
Jetzt bestellen wir noch Diesel, der von Ferndando in Kanistern für 1,20 US$ pro Gallone (3,78 l) an Bord gebracht und eingefüllt wird. In der 2 km weit entfernten Tankstelle kostet er zwar nur 0,88 US$ pro Gallone, aber der Transport ist uns zu aufwendig. Trinkwasser holen wir in Kanistern vom Kapitänsgebäude und fahren dazu zweimal mit dem Dingi bis unsere Tanks alle wieder voll sind. Nach der Wäscherei haben wir nun alles geschafft. Da ist ein Tag weg wie nichts. Zwischendurch wird in der klaren Ankerbucht mit den Seelöwen gebadet.
Am nächsten Tag, Samstag, unternehmen wir mit einem Pick- up- Taxi gemeinsam mit 6 anderen Seglern (alle sind im Trans- Ocean, "Jamoa", "Jöke" und "Red Pegasus") einen Tagesausflug, dabei müssen wir vier Männer auf der Ladefläche sitzen. Zuerst fahren wir zum Vulkansee in 670 m Höhe und dann zu den einmaligen Meerleguanen, die ca. 1,20 m lang werden und ihre Nahrung aus dem Meer holen. Als Pflanzenfresser können diese Urtiere bis 9 m tief tauchen. Die starken Regengüsse überbrücken wir mit dem Mittagessen in einem Einheimischenrestaurant. Das Menü mit Rindfleischgemüsesuppe und gedünstetem Fisch an Kokosreis kostete nur 1,50 US$ und hat besser geschmeckt als manches Kantinenessen.
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