Reisebericht vom 14.05.2001
Naturphänomen
08- 30 heißt es Anker auf und wir verlassen den friedlichen Ankerplatz direkt neben den alten und neueren Festungsanlagen an der Ostküste von Menorca. Bis zur Durchfahrt zwischen der Isla del Aire, auf der übrigens tausende schwarze Eidechsen leben sollen, geht es südwärts und dann kommt noch recht schwach der versprochene Südwind und wir kommen nur mäßig voran.
3 – 4 Knoten aber mit der Erwärmung des Landes steigert sich der Wind bis auf Stärke 4. Wir fahren die gesamte Südküste ab bis Capo Dartuch, um jetzt noch 5 sm nach Norden bis in den normalerweise gut geschützten Naturhafen von Ciudadela. Allerdings kann es hier bei Schirokko (Südwind) und beim Zusammentreffen von weiteren meteorlogischen Besonderheiten ein Steigen des Wasserstandes von 1 m innerhalb einer Stunde in dem langen Hafenschlauch geben. Es gibt für dieses Phänomen keine Warnung. Das hat 1984 dazu geführt, dass der Hafen trockenfiel und das Wasser anschließend als Flutwelle in den Hafen hereinstürzte. Damals war an vielen Booten enormer Schaden entstanden. Hoffentlich bleibt uns so etwas erspart, sonst würde sicherlich unsere Weltumsegelung ins Wasser fallen.
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