Reisebericht vom 13.05.2001
Stadtpier von Mahon
Der erste sommerliche Tag seit langem ! Wir sind in Spanien, hören Radio Cuarenta und haben bereits unsere kurzen Hosen hervorgeholt. Der erste Stadtgang heute morgen zeigte uns ein sehr hübsches Städtchen mit vielen Cafes und hübschen Lädchen, so dass man gleich Lust bekam, weiterzubummeln und Andenken einzukaufen. Zum Glück haben hier am Sonntagmorgen die meisten Läden zu – das spart !
Unsere Überfahrt dauerte 38 Stunden. Der Ostwind blieb leider aus. So motorten wir die ersten zehn Stunden und schon ganz betäubt vom Motorenlärm holten wir dann bei NW 2- 3 die Segel raus und segelten am Wind immer noch mit 4 Knoten. Das war richtig gemütlich. Nachts machte der Wind Pause und der Motor musste wieder ran, aber morgens konnten wir wieder segeln, leider nur mit 3- 4 Knoten.
Bei dieser Überfahrt begleitete uns eine Herde Delfine so lange, dass Gerhard sie sogar ausführlich filmen konnte. Ich musste die ganze Zeit jauchzen, um die Delfine bei Laune zu halten. Sie schwammen mit unserem Boot um die Wette und sahen sogar manchmal zu uns herauf. Ich war zum Schluss schon heiser, dann verabschiedeten sich die Delfine – sie mussten sicherlich zum Abendbrot.
Im Laufe des Abends und des nächsten Morgens schauten noch einige Delfine vorbei, aber weil ich noch heiser war und nicht juchhuhen mochte, schwammen sie immer gleich weiter. Am Samstag um 19 Uhr machten wir am Stadtpier von Mahon fest und waren glücklich, wieder Land unter den Füßen zu haben.
Am unruhigen Stadtpier kamen nachts neben angeheiterten Barbesuchern noch am Tage die Fähren, die großen Containerfrachter, Ausflugsboote, die spanische und amerikanische Marine, Motoryachten und Fischer ständig vorbei und wir überlegten gerade, ob wir uns für die nächste Nacht einen ruhigen Ankerplatz suchen wollen. Genau in diesem Moment kam auch ein nicht ganz so freundlicher Hafenpolizist an unser Boot und gab uns genau 30 Minuten, um abzulegen, sonst gäbe es eine Ordnungsstrafe für das Liegen am Pier der Ausflugsboote.
Also 16.00 Uhr ablegen und 3 sm in die traumhafte Bucht (Cala) Teulera, wo wir neben 3 anderen Seglern über Nacht ankerten.
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