Reisebericht vom 01.10.2002 

Darwin 

Nun liegen wir seit einer Woche in der Marina. Es weht kein Lüftchen und es ist jeden Tag furchtbar heiss. Selbst in der Nacht wird es nicht kühler als 28°C. Wir haben unseren alten Heizlüfter im Salon zum Einsatz gebracht und für die Schlafkabine einen kleinen 12V Ventilator gekauft. Der macht zwar ganz schön viel Krach, aber dafür ein bisschen Wind, sonst könnten wir nachts gar nicht schlafen. Die Duschen in der Marina werden täglich mehrmals genutzt, denn kaum hat man irgendetwas gemacht, ist man schon in Schweiß gebadet. Drei Tage verbringen wir allein damit, eine Station zu finden, die unsere Campinggasflaschen füllt. Zu guter Letzt müssen wir eine australische Flasche kaufen, denn ohne Gas können wir nicht auf die Reise gehen. Proviant ist gekauft, das hat hier richtig Spaß gemacht, und am Schiff ist alles in Ordnung. So können wir morgen in Richtung Timor auslaufen. Wir wollen als erstes in Dili in Osttimor unseren Anker fallen lassen und dann an den indonesischen Inseln entlang bis Bali segeln; natürlich mit einigen Zwischenstopps.

Die zehn Yachten der „Bluewater Rally“ sind heute losgefahren mit Ziel Kupang in Westtimor. Westtimor ist indonesisch und Osttimor ist seit kurzem unabhängig, es war früher eine portugiesische Kolonie.

Heute steigt noch ein großes Abschiedsfest im „Darwin Sailing Club“ mit Marijanna und Jari von der „Aida“. Die beiden sind in Darwin mit ihrer Yacht an Land, wollen die Hurrikansaison hier verbringen und in den nächsten acht Monaten Australien erkunden. Wir sind alle sehr traurig, dass wir uns nun nicht mehr treffen werden, aber es gibt ganz bestimmt ein Wiedersehen in Finnland oder in Dresden. Ein bisschen beneiden wir ja die Beiden um ihre Zeit in Australien. Auch für uns gäbe es noch so viel zu sehen. Aber uns zieht es nun einmal nach Hause und unser Geld würde auch nicht mehr reichen, denn ganz so billig ist Australien nicht. Andere Segler arbeiten in Australien, aber dafür braucht man eine Arbeitserlaubnis, die wie nicht haben und nicht bekommen. Wir arbeiten dann lieber in Deutschland und kommen nach Australien zurück.

Gestern hatten wir auch überraschenden Besuch von Annette und Andreas, die mit uns den Atlantik überquert haben. Das war eine Freude. Wir haben die beiden auch immer mal zwischendurch getroffen in der Südsee. Sie machen eine andere Weltreise und sind genau wie wir seit sechs Wochen in Australien. Im Gegensatz zu uns kauften sich Annette und Andreas gleich einen 4 Wheel Drive Van und sind damit unterwegs. Von nun an trennen sich auch unsere Wege, aber auch wir werden uns ganz sicher in Deutschland wiedersehen.


 


Reiseroute

 


Reiseberichte - Australien

 
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» 06.09.2002 - Lizzard Island
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» 17.09.2002 - Gove, Northern Territory
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» 23.09.2002 - Darwin, Northern Territory
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