Reisebericht vom 10.09.2002 

Portland Roads 

Der Wind lässt nachts allgemein etwas nach, aber wir können fast immer segeln. Einmal müssen wir gegen Mitternacht den Motor starten, um einem Prawnfischer auszuweichen, da wir nur noch 2,5 kn Fahrt machten. Sabine und Jane gehen zusammen Wache und haben damit gleich ihre „Frauengesprächsrunden“. Wir wechseln uns aller zwei Stunden ab.

Am zweiten Tag überholt uns ein großes Navy – Boot und kontrolliert mit einem ausgesetzten Schlauboot drei am Rande eine Riffes ankernde Fischerboote. Es wird überall vor Rauschgiftschmuggel und dem Genuss von Drogen gewarnt. Bei Alkohol gehen ja die Meinungen auseinander; jedenfalls dürfen Personen unter 18 weder Alkohol noch Zigaretten kaufen, noch sich in Bars aufhalten.

In Portland Roads angekommen, haben wir neben einigen Fischerbooten viel Platz zum Ankern und machen gleich das Dingi für den Landgang klar. Wir sehen vier Häuser und einen kleinen Strand zwischen den Mangrovenbäumen am Ufer. Wie überall stehen hier die Krokodil-  Warnschilder und Baden soll gefährlich sein. Wir probieren es lieber nicht aus. Der letzte Außenposten der Zivilisation, so steht es geschrieben, ist nur mit Geländefahrzeugen in der Trockenzeit sicher zu erreichen. Wir ersteigen den Aylen Hills und genießen schweißgebadet den herrlichen Ausblick über die Bucht.

Am Schiff wieder angekommen, erholen wir uns etwas von den „Strapazen“. Es dauert nicht lange, da kommt Jim mit seinem Beiboot vorbei und sagt, er käme in 10 Minuten zurück auf einen Drink. Ich stelle noch ein paar Bier in den Kühlschrank. Er bringt seine Frau Vivien und Selbstgebrannten von seinem kleinen Fischerboot mit. Es ist unglaublich, wie freundlich und großzügig die eigentlich nicht gerade reichen Fischer sind. Er zeigt mir sein Fischerboot und packt Steaks, Würstchen, Brot, Fischfilet, Hühnchen aus der unglaublich großen Gefrierbox für uns ein. Nächste Woche käme das Mutterschiff, was die Fischerboote mit Diesel und Nahrungsmitteln versorgt und er hätte viel zuviel an Bord. Dazu gibt er mir noch Angelköder, Haken und Haifischzähne. Sein gefangener Fisch wird gleich an Bord filetiert und eingefrostet. Die Reste gehen zurück ins Meer und wenn dann ein Hai kommt, so ist er auch mit dran. Zuerst wird der Hai erschossen und dann werden nur die Flossen als Delikatesse und die scharfen Zähne genommen. Jim´s letzter Hai war 15 Fuß (4,50 m) lang. Er wird richtig böse, als ich das alles bezahlen will. Meine beiden „Frauen“ haben ein wunderbares Abendbrot mit frischen Garnelen, allerdings nicht selbst gefangen, gekocht und so sind Jim und Vivien eingeladen. Es wird spät!!

06-  00 h klingelt der Wecker und 20 Minuten später sind wir auf Kurs zur Torres Straße, genau Thursday Island und die wollen wir morgen nach ca. 160 sm bei Tageslicht erreichen. Große Frachtschiffe begegnen uns auf dieser Wasserstraße. 

 
 


Reiseroute

 


Reiseberichte - Australien

 
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» 15.08.2002 - Cairns
» 26.08.2002 - Cairns
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» 06.09.2002 - Lizzard Island
» 10.09.2002 - Portland Roads
» 12.09.2002 - Thursday Island, Torres Strait
» 17.09.2002 - Gove, Northern Territory
» 19.09.2002 - Raragala Island
» 23.09.2002 - Darwin, Northern Territory
» 24.09.2002 - Darwin
» 01.10.2002 - Darwin
» 02.10.2002 - Darwin
 
 
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