Reisebericht vom 14.08.2002
Cairns
Früh 07- 00 h ruft Sabine „Australien in Sicht“ und darf mich abends einladen, denn wir haben bereits vor zwei Tagen das Abingthon Reef passiert und sind seitdem durch das Great Barrier Reef gesegelt. Der Himmel war oft stark bedeckt. Ich kann vor den Seefahrern ohne GPS nur den Hut ziehen, denn ohne Sonne ist es mit dem Sextanten schwierig, die genaue Position zu bestimmen. Die Korallenbänke sind hier sehr flach, es stehen keine Palmen oder Sträucher drauf und man kann sie erst kurz vorher an den sich brechenden Wellen erkennen. Nur tagsüber ist die Durchfahrt möglich und dank elektronischer Seekarten und GPS unproblematisch. Herzklopfen haben wir dennoch, wenn die Durchfahrt nur 1 sm breit ist.
Über VHF nehmen wir bereits 10 sm vor Cairns Kontakt zum Hafenmeister und zu Customs auf und melden uns bei den Behörden an. Wir haben vor Wochen in Tahiti das elektronische Visum per Internet beantragt und sind begeistert, wie gut das funktioniert. Über Funk will bereits die Einwanderungsbehörde von Australien unsere Passnummern wissen, ob wir Tiere an Bord hätten und ob alle gesund sind. In der Marlin Marina warteten wir 10 Minuten am Pier auf die 5 behördlichen Vertreter, die da der Hafenkapitän, Emmigration, Customs und Quarantine waren. Nach 45 Minuten waren die Formulare ausgefüllt und alle Fragen beantwortet. Die beiden Quarantänebeamten nahmen unseren Müll, unseren Rest Zwiebeln und Knoblauch, 1/2 Glas Majonäse, eine Tüte Kressesamen und unsere letzte angerissene Wurstkonserve für die „günstige“ Gebühr von 75 € mit von Bord. Natürlich kann gleich mit Kreditkarte bezahlt werden. Damit waren alle Formalitäten erledigt und wir mussten nicht einen Schritt laufen. Nun liegen wir im Fluss genau gegenüber von Cairns vor Anker, da die Marina ist voll und außerdem kostet es nichts.
Cairns ist wie eine europäische Großstadt mit Einkaufspassage, Cafés, PUB´s und Restaurants. Abends werde ich von Sabine zum Kängurusteak eingeladen und für die „Early Birds“ gab es 30 % Discount auf die Rechnung. Da haben wir doch glatt zugeschlagen!!
Hier sind viele Touristen durch die Nähe zum Great Barrier Reef und dem tropischen Regenwald - mindestens 50 % davon sind Japaner. An den Geschäften und Gaststätten steht alles auch japanisch dran.
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