Reisebericht vom 15.02.2002
Kralendijk, Bonaire (niederländ.Antillen)
Ein wunderschöner Anblick mit den bunten Häusern an der Wasserfront bietet sich uns am Morgen. Wir machen wegen des starken Windes an zwei Moorings fest (6 US$ pro Tag), da ganz Bonaire als Marine Park geschützt ist und Ankern wegen der Korallen strikt verboten ist. Wir sehen das erste mal wirklich das klare Wasser im Hafen und können den Grund in 8 m Tiefe sehen. 10- 00 gehen wir mit leichtem Herzklopfen zum Einklarieren, aber die Beamten kennen das Problem mit Venezuela und haben die Ausklarierung nicht verlangt und im Pass den Stempel reingedrückt, ohne das es auch noch etwas kostete. Da hat der "Buschfunk" doch Recht gehabt, dass man in Bonaire bei der Einklarierung ein Auge zudrückt !!
Das einzelne Ab- und Umklemmen der Bordbatterien hat nichts gebracht und ich suche eine Autowerkstatt, um mir einen Akkutester auszuleihen. Bei "Auto Parts" kann ich mir zum Feierabend gegen eine Pfandgebühr von 100 US$ dieses Gerät über nacht ausleihen. Sofort geht es an Bord zum Prüfen. Schöne Bescherung!! Es sind zwei Akkus "fertig"! Aber es nützt nichts. Wir brauchen zwei neue Bordakkus und nebenan bei "Budget Marine Bonaire" muss ich in den sauren Apfel beißen und zwei kaufen, schließlich wollen wir um die Welt.
Hier treffen wir auch Ulf mit seiner selbstausgebauten Aluyacht "JOSEPHINE" aus Hamburg wieder. Er ist allein das dritten Mal über den Atlantik und gleich werden wieder Erfahrungen ausgetauscht. Als Ulf in Margarita von den Gebühren in Venezuela hörte, hat er nur Proviant gebunkert und sich überhaupt nicht ein- und ausklariert. (So nach der Devise: Lass´ sie erst mal kommen!) Wir sind das nächste Mal auch klüger, obwohl es natürlich den internationalen Gesetzen wiederspricht und schon zu Schwierigkeiten führen kann.
Es fällt uns eben doch schwer, über unseren eigenen Schatten zu springen !!
|
|
Reiseroute
Reiseberichte ABC-Inseln
|