Kanaren 

Land und Leute 

Die Flora der Inseln ist für jeden Besucher sehr beeindruckend. 670 endemische, also von den Inseln selbst stammende Pflanzenarten, wie beispielsweise der Drachenbaum, wurden katalogisiert. Hinzu kommt eine Vielfalt von einst "importierten" und inzwischen längst hier heimisch gewordenen Pflanzen, wie beispielsweise die herrliche Bougainvilla, die hier in allen Farben blüht und ursprünglich aus Südamerika stammt. Logischerweise fehlt hier der Platz, um auf Einzelheiten einzugehen. Wer etwas mehr über Blumen, Pflanzen und Bäume wissen möchte, der kauft sich am besten ein Fachbuch, z.B. das dreibändige Werk Jardines de Canarias von David und Zoe Bramwell, von dem leider nur Band II und III auf deutsch vorliegen. Ebenfalls auf deutsch Schönfelder: Kanarenflora (Kosmos). Auch von Flora exótica en las Islas Canarias von Juan Alberto Rodríguez Pérez existiert eine deutsche Ausgabe.

Die Fauna der Kanaren ist reizvoll vor allem für Vogelfreunde und Insektenbeobachter.

Auf den Inseln gibt es keine "wilden" oder gefährlichen Tiere. In dieser Hinsicht ist der Archipel wirklich ein kleines Paradies -   und das ganz ohne Schlange. "Wilde"Tiere in den Bergen sind Kaninchen und verwilderte Hunde oder Katzen. Auf Teneriffa wurden vor Jahren Mufflons und auf La Palma Arruis eingeführt -   beides Bergziegenarten, die die Inseln zum interessanten Jagdgebiet machen sollten. In Wahrheit fressen diese Tiere, die hier keine natürlichen Feinde haben und sich stark vermehren, inzwischen aber die kostbare endemische Flora auf, so daß hier ein ökologisches Problem "importiert" wurde.


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